Autorin der magischen Tiere – Margit Auer

magikus_allatokEs wird zu Könyvhét das Buch von Margit Auer beim Tessloff-Babilon Verlag erscheinen. Ich habe die Autorin interviewt. Sie ist einfach unglaublich nett und lieb!

Das Interview auf Ungarisch

Dir Serie ist auf Deutsch bei der 7 Band. Welches Gefühl ist es, wenn das Buch in eine zusätzliche Sprache übersetzt wird?

Das ist einfach unglaublich! In Griechenland und in der Türkei sind die ersten Bände bereits erschienen. Jetzt ist Ungarn dran, bald folgen Spanien und Japan. Als ich vor drei Jahren begonnen hatte, mir die Geschichten auszudenken, hätte ich das niemals für möglich gehalten. Die Vorstellung, dass irgendwo in Ungarn ein Kind vor dem Einschlafen mein Buch liest, macht mich stolz und sehr glücklich.

Die Kinder bekommen ein zu sich und zu ihren Problemen passendes Tier. Wie entschieden sie sich welches Tier zu welchen Problemen passt?

Der Charakter des Tieres muss zum Charakter des Kindes passen. Es ist ja kein Zufall, dass die neunmalkluge Ida den schlauen Fuchs Rabbat bekommt. Oder der verträumte, langsame Benni die verträumte, langsame Schildkröte Henrietta. Das bringt meine Leser unweigerlich zu dem Gedanken: Welches Tier hätte ich gerne? Welches Tier würde zu mir passen? Eltern, die die Bücher zusammen mit ihren Kindern lesen, erzählen mir später, welch wunderschöne Gespräche innerhalb der Familie entstehen.

In einer Klasse befinden sich 24 Schüler, bekommen am Ende alle Schüler ein magisches Tier?

Aber ja! Ich entwickle gerade Ideen für den achten Band und wieder werden ein Junge und ein Mädchen ein magisches Tier bekommen. Erst schickt Mr. Morrison eine Nachricht, dann kommt er mit seinem Omnibus vorbei, um das Tier zu überreichen. Eine Fledermaus, ein Krokodil, ein Schimpanse, eine Robbe – im Klassenzimmer von Miss Cornfield wird es mit jedem Band voll und voller. Ob Leonie am Schluss tatsächlich ihr Pony bekommt, das sie sich von Anfang an wünscht, verrate ich nicht.

Die Kinder haben oft imaginäre Freunde oder Haustiere. Ihre magischen Tiere sind auch eine Art davon. Was meinen Sie, warum brauchen die Kinder solche Freunde?

Wichtig ist es, dass Kinder überhaupt jemand haben, dem sie ihre Sorgen anvertrauen können. Das kann ein Freund sein, der Bruder, die Schwester – oder auch ein magisches Tier. Kein Kind auf der Welt soll sich allein gelassen fühlen! Jeder braucht jemanden, auf den es sich felsenfest verlassen kann. Was immer passiert.

margit auer

In der “His Dark Materials” Trilogie von Philipp Pullman ist die Beziehung zwischen Kinder und Tiere (daimon) ähnlich. Gibt es irgendeine Einfluss auf ihrer Serie?

Komischerweise werde ich das immer wieder gefragt – ich sehe da überhaupt keinen Zusammenhang. Ich lese Fantasy gar nicht mal besonders gerne. Diese endlosen Landschaftsbeschreibungen …. Pullman habe ich erst gelesen, nachdem ich mit der Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ begonnen hatte. Klar, auch hier unterhalten sich die Kinder mit ihren Dämonen – aber Pullmans Szenerie ist sehr viel grausamer und Angst einflößender als bei mir. Mir ist es wichtig, dass die Geschichten im Alltag der Leser angesiedelt sind. In der Schule, Zuhause, in der direkten Umgebung. Abenteuer warten an jeder Ecke!

Sie haben drei Söhne. Welche Haustiere haben Sie zu Hause?

Wir haben einen Kater namens Camillo. Als die Kinder kleiner waren, haben sie sich schon mal die Katze mit ins Bett genommen. Sie haben mit ihr getuschelt und ihr ihre Sorgen anvertraut. Da kommt man als Schriftstellerin schon auf den Gedanken: Mann, wäre das cool, wenn die Katze antworten könnte!

Tauchen diese Tiere in ihren Büchern auf?

Nein. Aber ich frage die Kinder bei Lesungen immer: Welches Tier würdest du dir wünschen? Da kommen sehr originelle Antworten: Eine Kuh, eine Ziege, einen Leopard, einen kleinen Hund, ein Meerschweinchen.  Die Antworten merke ich mir gut – vielleicht taucht eines der Tiere in einem späteren Band auf.

Im Laufe der KJL-Geschichte entstanden sehr viele Bücher über die Beziehung zwischen Kinder und Tier. Welche sind ihre Lieblingsbücher davon?

„Mein Esel Benjamin“ von Hans Limmer war eines der ersten Bücher, an das ich mich erinnern kann. Als kleines Mädchen habe ich es wieder und wieder durchgeblättert und mir gewünscht, ich hätte auch so einen lieben Esel. Aber natürlich habe ich auch mitgefiebert, als Michel aus Lönneberga sein Knirpsschweinchen gerettet hat. Meinen eigenen Kindern habe ich mit großer Begeisterung „Pettersson und Findus“ vorgelesen. Kater Findus hat den einsamen Pettersson aus seiner Lethargie geholt.

Welche Reflexionen bekommen Sie von ihren Lesern?

Ich bekomme viele E-Mails und Briefe. Kinder wünschen sich viele weitere Bände und Eltern erzählen mir, wie viel Spaß es macht, die Geschichten vorzulesen. Oft werde ich nach meinem Lieblingstier gefragt (es ist Eugenia, die Fledermaus).  Erst kürzlich schrieb mir eine Malerin aus Berlin, dass sie ihren Töchtern im Speisewagen der Eisenbahn aus meinen Büchern vorgelesen hat – am Schluss hat der ganze Waggon gelauscht. Ist das nicht wunderschön?

Sie sind gerade auf Tournee. Was sind ihre Plane für die nächsten Monate?

Ich bin viel an Schulen in Deutschland und in der Schweiz unterwegs. Im Herbst lese ich noch auf einigen Kinderbuchfestivals und auf der Frankfurter Buchmesse . Danach mache ich drei Monate Pause. Die Wintermonate nutze ich, um den nächsten Band von der „Schule der magischen Tiere“ zu schreiben. Meine Leser warten darauf!

Wir warten auch darauf! Danke!

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